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Die Aktivierungshilfen für Jüngere startet durch
Am 16. Juni 2010 staunten die Besucher des Job-Centers der ARGE in Moers nicht schlecht, als sie das Foyer betraten. Die Aktivierungshilfen für Jüngere stellen dort das Projekt "Seifenkiste" vor.

v.l. Corina Weigend (IMBSE Teamleiterin), Sahin Boyraz, Christopher Weyers, Sabrina Schmidt, Jesko Grützmacher und Marc Greiner (IMBSE)
Das Projekt
Die Vorgaben waren hoch: Kein Fertigbausatz, kein Billigmaterial und keine Kopie - eine Seifenkiste von A-Z selbst gefertigt - Projektdauer 3 Monate - Teamarbeit war gefragt.
Mit Begeisterung erstellten die Jugendlichen Baupläne, recherchierten im Internet und holten sich dort Anregungen sowie Tipps & Tricks. Auch das "Kosten-Controlling" kam nicht zu kurz, hierfür wurden Baumärkte und der Einzelhandel in Moers konsultiert um stabiles und funktionsfähiges Material und Teile zu besorgen.
Dann ging es los: Achsen aus Stahlrohren herstellen, mit massiven Holzplatten versehen und renntaugliche Räder daran, Lenkung, Bremsen - das Chassis war geschafft.
Bei der Karosserie war der Kreativität kein Einhalt geboten. So wurde aus dem geplanten Nissan Geländewagen ein Jeep in Tarnfarbe. Es wurde gefeilt, gehämmert, gespachtelt, geschliffen, geklebt, bemalt, lackiert, geschraubt und poliert - viel Liebe und Schweiß steckt in jedem der Wagen. Nach der Ausstellung planen Sabrina, Christopher, Jesko, und Sahin mit dem Ford Dragster - ein echter Hingucker - an dem offnen Rennen in Geldern teilzunehmen.
Aktivierungshilfen für Jüngere
Corinna Weigend und ihr Team stellen sich der Aufgabe, den 36 Jugendlichen, die teilweise ohne oder mit mangelhaftem schulischem Abschluss und ohne große Chancen auf dem Ausbildungsmarkt dastehen, Bodenhaftung und Kompetenzen zu verleihen. Die Aktivierungshilfen geben Einblick in viele Berufsfelder, bspw. Maler & Lackierer, Metallbau oder Holzbearbeitung. Im Hauswirtschaftsbereich des IMBSE wird täglich das Mittagessen für die Teilnehmer und Mitarbeiter gekocht.
Jürgen Voß, Mitglied der Geschäftsleitung, stellt in den Vordergrund, dass das Augenmerk zusätzlich auf für Ausbildung und Berufsleben wichtigen Schlüsselkompetenzen liege, bspw. Pünktlichkeit, Team- und Kritikfähigkeit.
Die Arbeit macht den Teilnehmern Spaß. Zum Start der Maßnahme haben sie die Praxisräume gestaltet. Aktuell wird an einer großen Holzschnecke mit 180 Ablegern für ein Düsseldorfer Geburtshaus gearbeitet und mit dem örtlichen Carrera-Club ist eine 2,40 Meter lange Boxen-Gasse in Planung.
Es steht außer Frage, unsere Jugendlichen sind hoch motiviert und verbinden ihr Engagement mit der Hoffnung auf ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz - künftigen Arbeitgebern sei dies ans Herz gelegt.
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